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Blog Archive - Page 6

Lamborghini steckte viel Geld in das Urus-Projekt. Die Italiener bauten eine neue Produktionsanlage und Lackiererei in Sant’Agata Bolognese und heuerten neue Ingenieure an. 2015 schickte man die ersten Prototypen auf TestfahrtDie SEAT Snow Experience: Das Testdrive-Erlebnis im Schnee!. Mehr als 50 Testträger tourten bei Kälte-, Hitze- und Performance-Tests mehr als zwei Jahre lang in Europa, Afrika, im Nahen Osten und in den USA. Sie schrubbten zusammen mehr als eine Million Testkilometer. Hätte Lamborghini nur einen Urus auf Probefahrt geschickt, wäre der umgerechnet für die gleiche Distanz mehr als 100 Jahre unterwegs gewesen, rechnet der italienische Sportwagenhersteller vor.

Mit dem neuen Urus brechen die Italiener die Saugmotor-Tradition. Man rechtfertigt es mit den Fahrwerten. 0 – 100 km/h: 3,6 Sekunden. So schnell sind auch der heckgetriebene Huracán Spyder, Mercedes-AMG GT R und das Mercedes-AMG E 63 T-Modell. 0 – 200-km/h: 12,8 Sekunden. Topspeed: 305 km/h. Der Urus ist der schnellste SUVDie SEAT Snow Experience: Das Testdrive-Erlebnis im Schnee! der Welt. Ein Bentley Bentayga erreicht 301 km/h, ein Porsche CayenneTurbo 286 km/h und ein Range Rover Sport SVR 280 Sachen.

Einen Lamborghini mit dem Motor vor der Fahrerkabine gab es zuletzt im LM002, der gleichzeitig Lambos letztes Auto mit mehr als zwei Sitzen war. Ein Koloss (4.900 x 2.000 x 1.850 Millimeter), dessen Urversion Cheetah das US-amerikanische Militär hätten beglücken sollen, technisch aber durchfiel.

24 Jahre nach Produktionsende des LM002 baut der italienische Sportwagenhersteller wieder einen Crossover. Diesmal soll er nicht erschrecken, sondern Lamborghinis Türöffner für Kunden werden, die einen LAmborghini wollen, aber ein familienauto brauchen. Chef Stefano Domenicali will mit der neuen Familienfreundlichkeit den Absatz ankurbeln. Wie es Porsche, Jaguar, Bentley und MaseratiGünstige Leasingangebote finden Sie hier! mit einem SUV getan haben, wie es Lotus, Rolls-Royce und irgendwann auch Erzrivale Ferrari machen werden.

 

 

Das kostet der Lamborghini Urus

Lamborghini will mit seinem neuen SUV die jährliche Stückzahl verdoppeln. Schon im ersten Verkaufsjahr peilen die Italiener einen Absatz von rund 3.500 Modellen an. Zu einem Stückpreis von 204.000 Euro (Verkaufspreis Deutschland). Die ersten Exemplare sollen im Sommer 2018 an Kunden ausgeliefert werden.

In den Urus passen bis zu fünf Personen. So viel Platz bot nicht einmal der LM002. In dessen Innenraum quetschten sich maximal vier Personen. Hinten auf der Pritsche gab es Platz für weitere vier auf zwei Bänken, in Deutschland dafür aber keine Genehmigung. Tür auf, rein in Lamborghinis dritte Baureihe. Der Einstieg fällt wesentlich leichter als in Aventador und Huracán. Dort gleitet man hinab in den Fahrersitz. Im Urus hingegen sitzt man gefühlte zwei Etagen höher. Der SUV baut 47,3 Zentimeter höher als der Huracán und über einen halben Meter höher als der Aventador. Trotzdem: Für einen SUV ist die Sitzposition auf dem elektrisch verstellbaren Sportsitz angenehm tief. Schließlich soll der 650 PS starke Fünftürer sich trotz eines Leergewichts von fast 2,2 Tonnen sportlich anfühlen. Und fahrenDie SEAT Snow Experience: Das Testdrive-Erlebnis im Schnee!.
Keine Platzangst im Urus
Das unten abgeflachte Lenkrad mit Alcantara-Kranz und einem Durchmesser von 37,6 Zentimetern liegt geschmeidig und griffig in der Hand. Die Schaltwippen auf der Rückseite drehen sich bei Einschlag mit und sind mit den Fingern leicht zu erreichen. Gedanklich hebt man die Lambo-typische Klappe über dem Startknopf bereits an, weckt den Biturbo-V8 und steuert den Urus über eine kurvige Landstraße, während man von einem Gang der Achtstufenautomatik in den nächsten zappt. Ein Torsen-Differential verteilt das Drehmoment von bis zu 850 Nm zwischen den Achsen. Maximal schiebt es 70 Prozent der Antriebskraft nach vorn und leitet maximal 87 Prozent an die Hinterachse.

Im LM002 konnte der Fahrer schon mal in Platzangst verfallen. So beengt fühlten sich manche im fast fünf Meter langen Dickschiff. Der Urus hingegen lässt einem Luft. Das Bremspedal und das etwa ein Drittel so große Gaspedal rechts davon stehen im passenden Abstand zueinander. Im LM002 hatten die Fahrer noch Mühe, nicht alle Pedale gleichzeitig zu treten. Alcantara, Leder, Aluminium und CarbonFerrari CTC4 Lusso im Video bestimmen den Innenraum. Der Alcantara-Dachhimmel lässt den Innenraum dunkel wirken, was jedoch auch an den Lichtverhältnissen im Fotostudio gelegen haben könnte.
Das digitale TFT-Display spielt verschiedene Ansichten ein. Unter den sechseckigen Lüftungsdüsen fasst LamborghiniHier geht's zu passenden Produkten auf Amazon.de! den ersten von zwei Bildschirmen ein. Eine leichte Neigung zum Fahrer hätte die Draufsicht erleichtert. Über das Menü steuert man das Radio, bedient das Navigationssystem, koppelt das Telefon oder greift auf verschiedene Assistenten zu. Wie zum Beispiel die Einparkhilfe. Über den unteren Bildschirm bedient man die Klimasteuerung und die Sitzheizung. Man muss schon ein bisschen fester drücken, bis die Eingabefelder reagieren. Persönliche Meinung: Das passt zum stämmigen Fahrzeug. Durch die zwei Bildschirme reduziert Lamborghini die Knöpfe und Drehregler auf ein Minimum.

 

 

Alle Fahrsysteme für Fahrdynamik

Links und rechts vom Startknopf bringt Lamborghini die Fahrdynamik-Schalter auf der breiten Mittelkonsole unter, die mit ihrer Aluminium-Spange und dem starken Neigungswinkel an die Version aus dem LM002 erinnert. Auf der Fahrerseite findet man sechs unterschiedliche Modi: Strada (Straße), Sport, Corsa (Rennen) und Neve (Schnee) sind Serie. Die zwei Offroad-Einstellungen Terra (Erde) und Sabbia (Sand) muss der Kunde zusätzlich bestellen. Die Bedienung erfolgt über einen Hebel mit der Aufschrift Anima (Seele oder hier besser: Charakter), den man einfach nach hinten zieht. Auf der anderen Seite richtet man den Ego-Modus ein. Hierüber kann der Fahrer den Antriebsstrang, die Lenkung und Aufhängung anpassen. Je nach Einstellung verändert der Urus die Parameter für Motor, Getriebe, Sound, Differential, ESP und Fahrwerk.
Mit einer Luftfederung, Wankstabilisierung (48-Volt-Bordnetz) und Hinterachslenkung schöpfen die Italiener alle Mittel aus, um den SUV auf Fahrdynamik zu trimmen. Die Hinterräder lenken bei niedrigen Geschwindigkeiten bis zu drei Grad gegen, um den Urus wendiger zu machen. Der Radstand verkürzt sich virtuell um bis zu 60 Zentimeter. Bei hohen Geschwindigkeiten lenken sie um bis zu drei Grad mit, um ihn fahrstabiler zu bekommen. Dann verlängert sich der Radstand virtuell um bis zu 60 Zentimeter. Die Luftfederung erlaubt, die Bodenfreiheit zwischen minimal 15,8 und maximal 24,8 Zentimeter zu verändern. Fun Fact: Das Nervensystem des Urus bilden fast 100 Elektronikboxen, Steuergeräte und Sensoren.


Die Rundumsicht ist in Ordnung, obwohl das Designer-Team um Mitja Borkert ab den Hintertüren die Dachlinie stark nach unten zieht und das Rückfenster klein ausfällt. Wie sitzt es sich hinten? Diese Frage wäre vor einem Jahrzehnt noch so unvorstellbar gewesen wie Italien ohne Pasta. Überraschung: Trotz des coupéhaften Dachs bleiben bei einer Körpergröße von 1,87 Meter noch einige Zentimeter bis zum Dachhimmel. Die Beinfreiheit? Richtig großzügig. Kinder können nicht gegen die Vordersitze treten. Und selbst Erwachsene müssen sich vor einem längeren Trip im Lamborghini Urus nicht fürchten. Ein Radstand von 3,003 Metern bei einer Gesamtlänge von 5,112 Meter ermöglicht die recht luftigen Verhältnisse. Wer noch mehr Freiheiten will, kann hinten auch zwei Einzelsitze einbauen lassen.
Der Kofferraum fasst in der Normalstellung der neigbaren Rücksitzlehnen 616 Liter. In der Länge schluckt der SUV bei aufgerichteter Rückbank Gegenstände von bis zu 1,50 Meter. Die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 2/3 zu 1/3 umklappen. Eine ganz ebene Ladefläche hat der Urus nicht.
Heck erinnert an den Panamera
Während der LM002 durch Ecken und Kanten herausstach, und mit seiner Klotzform aerodynamische Grundsätze mit den Füßen bzw. den Pirelli-Scorpion-Reifen trat, traut man dem Urus mit seinen teils kräftigen Sicken und runden Linien zumindest eine gewisse Windschlüpfigkeit zu. Hätte die Frontpartie „Anima“, würde man sagen, der SUV schaut mit seinen eckigen LED-Scheinwerfern und den Falten auf der Haube fies und grimmig.

 

 

Die sechseckigen Radhäuser lehnt Lamborghini an den LM002 an. Der Urus übertrifft seinen Vorgänger in Länge (21,2 cm) und Breite (1,6 Zentimeter), ist dafür aber um 21,2 Zentimeter flacher. Auch den Porsche Cayenne überbietet der Urus in Länge und Breite deutlich. Im Gegensatz zur SUV-Konzernschwester baut er dagegen um 3,5 Zentimeter flacher. Die Spur vorn gibt Lamborghini mit 1,695 Meter.
Die Karosserie mixt Lamborghini aus Stahl, Aluminium, Kunst- und Verbundstoffen. Das Design lebt klassische Proportionen: zwei Drittel Karosserie, ein Drittel Fensterfläche. Der obere Teil der vorderen Haube hat mit den Karosserie-Zähnen etwas vom Aventador. Der Stoßfänger hingegen wirkt etwas überzeichnet. Der Urus steht auf Felgen zwischen 21 und 23 Zoll. Unser Fotomodell hat die größten Räder aufgeschnallt. Unter den 23 Zoll großen Radkränzen wachen 440 Millimeter breite Bremsscheiben über den Urus. Die übersteigen die Größe eines Pizzatellers. Lamborghini verspricht einen Bremsweg von 33,7 Metern aus 100 km/h bis in den Stillstand. Auf die Felgen zieht Lamborghini Reifen der Größe 325/30. Auf der Hinterachse tragen die 23-Zoll-Felgen Gummis im Format 285/35.

 

LikeMyCar | Sascha Kuhn

Quelle: Lamborghini | Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG

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